Psychotherapie 

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie ist eines der vier Richtlinien-Verfahren, die in Deutschland zur kassenärztlichen Versorgung von Patienten zugelassen sind. Die drei weiteren Verfahren sind tiefenpsychologisch, analytisch fundierte sowie systemische Psychotherapie.

In der Verhaltenstherapie stehen das aktuelle psychische Problem und seine Bewältigung im Vordergrund. Die zugrundeliegende Theorie der Verhaltenstherapie  besagt, dass psychische Störungen auf einem erlernten Verhalten beruhen und somit auch wieder verlernt werden können. Unser ganzes Leben wird durch Lernvorgänge geprägt. Wie wir uns in einer Situation verhalten, hängt stark von unseren bisherigen Erfahrungen ab. Grundsätzlich verstärken positive Reaktionen ein bestimmtes Verhalten, negative schwächen es ab. Zunächst geht es darum Einsicht in Ursachen, Entstehung und aufrechterhaltende Bedingungen der eingangs definierten Problematik (wie beispielsweise einer Angst in sozialen Situationen) zu gewinnen. Entscheidend sind dabei nicht nur sichtbare Handlungen, sondern auch innere Prozesse wie Gedanken und Emotionen. Daher wird zu Beginn jeder Therapie eine sorgfältige Diagnostik durchgeführt. Das geschieht aktiv und transparent und im Austausch miteinander. Bei Kindern und Jugendlichen wird auch das soziale Umfeld, z.B. in Form von Elterngesprächen, mit in die Therapie einbezogen. Ein Erklärungsmodell wird entworfen, es werden Verhaltensanalysen erstellt und Therapieziele definiert. Therapeutische Aufgabe ist es, die Kinder und Jugendlichen dabei zu unterstützen passende Strategien und Maßnahmen zu finden, mit denen sie im Alltag aktiv etwas zur Erreichung ihrer Ziele beigetragen können. Sie werden ermuntert in diversen Übungen neue Denk- und Verhaltensweisen auszuprobieren. Die Verhaltenstherapie für Kinder und Jugendliche ist ein modernes Psychotherapieverfahren, dessen Wirksamkeit wissenschalich bestätigt worden ist.

Traumatherapie

Die Traumatherapie ist eine spezielle Form der Psychotherapie, die darauf abzielt Menschen bei der Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen zu unterstützen. Ein Trauma entsteht, wenn eine Person extrem belastende Ereignisse erlebt, die ihre psychischen Bewältigungsmechanismen überfordern, wie zum Beispiel Gewalt, Missbrauch, Unfälle oder Verluste. Je jünger ein Kind ist, desto verletzlicher ist es dabei in der Regel und desto schwerwiegender sind die Auswirkungen traumatischer Erfahrungen auf seine gesamte Entwicklung.

Die Traumatherapie gliedert sich dabei in verschiedene Abschnitte:

  1. Stabilisierungsarbeit: Betroffene lernen dabei zunächst ihre Emotionen besser zu regulieren und sich im Alltag zu
    stabilisieren.
  2. Traumakonfrontation: gezielte Auseinandersetzung mit dem traumatischen Ereignis zum Beispiel durch
    traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie oder EMDR. Das Ziel ist dabei durch eine Verarbeitung auf neuronaler Ebene, die belastenden Symptome, wie Angstzustände, innere Unruhe, Flashbacks, Albträume, emotionale Taubheit oder depressive Symptome loszuwerden.
  3. Integration: das Trauma wird als vergangenes Ereignis in die Lebensgeschichte integriert und das Kind bzw. der
    Jugendliche bei der Bewältigung der anstehenden Entwicklungsaufgaben unterstützt.

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